Persönliche Hygiene und Gewohnheiten
Die Lebensmittelfachkraft ist zugleich die wichtigste Barriere und die wichtigste Kontaminationsquelle. Ihre Gewohnheiten machen den Unterschied.
Händewaschen
Wann: bei Arbeitsbeginn und nach jeder Pause, nach dem Toilettengang, nach dem Berühren von rohen Lebensmitteln, Abfall, Geld, Handy oder Gesicht, nach Husten, Niesen oder Naseputzen, beim Wechsel der Tätigkeit und vor dem Berühren verzehrfertiger Lebensmittel.
Wie: mit warmem Wasser und Seife; Handflächen, Handrücken, Fingerzwischenräume, Nägel und Handgelenke 40–60 Sekunden lang reiben; abspülen und mit Einwegpapier oder einem Händetrockner abtrocknen, niemals mit einem Küchentuch oder an der Kleidung.
Kleidung und Erscheinungsbild
- Saubere, häufig gewechselte und möglichst helle Arbeitskleidung, die nur bei der Arbeit getragen wird; sie wird bei Ankunft angezogen und nicht auf der Straße benutzt.
- Haube oder Haarnetz, das alle Haare bedeckt; geschlossene, rutschfeste Schuhe.
- Keine Ringe, Armbänder, Uhren oder Ohrringe; kurze, saubere, unlackierte Nägel, keine künstlichen Nägel.
- Bart abgedeckt oder gestutzt; keine starken Parfums.
Wunden und Handschuhe
Jede Wunde an den Händen wird mit einem wasserdichten, gut sichtbaren (blauen) Pflaster und darüber einem Handschuh abgedeckt. Handschuhe ersetzen das Händewaschen nicht: Sie werden sauber verwendet, beim Tätigkeitswechsel gewechselt und danach entsorgt.
Verbotene Gewohnheiten beim Umgang mit Lebensmitteln
- Essen, Trinken, Rauchen oder Kaugummikauen im Arbeitsbereich.
- Über Lebensmitteln husten oder niesen; Nase, Mund oder Haare berühren.
- Mit den Fingern oder mehrmals mit demselben Löffel probieren.
- Das Handy im Zubereitungsbereich benutzen, ohne sich danach die Hände zu waschen.